Bei
etwa 90 % der großen Hunde ab ca. 7 Jahren leiden an Arthrosen der Hüftgelenke und etwa 20 % der älteren Hunde und Katzen an
Kniegelenks-, Ellenbogengelenks- und Wirbelsäulenarthrosen. Früherkennung
und konsequente Therapie helfen, die Beweglichkeit im Alter zu sichern.
Wie
eine Arthrose entsteht:
Gelenkerkrankungen entwickeln sich schleichend über
Jahre, oft ohne dass die Tiere eine entsprechende Behinderung erkennen
lassen. Der Grundstein für Arthrosen wird schon beim jungen Tier
gelegt. Ausgelöst durch Überbeanspruchung eines gesunden Gelenks
(z. B. Übergewicht, übermäßiger Leistungssport)
oder Fehlbelastung eines vorgeschädigten Gelenks (z. B. Hüftgelenkdysplasie,
Wachstumsstörungen, Gliedmaßenfehlstellungen) kommt es im
Gelenk selbst wie euch an den Knochen des Gelenks zu krankhaften Veränderungen.
Das Gelenk büßt seine ursprüngliche Form und Funktion
ein. Dies behindert Hund und Katze in ihrer normalen Beweglichkeit.
Arthrosen müssen zunächst nicht schmerzhaft sein, doch führen
zusätzliche Belastungen wie Reizungen durch abgeriebene Gelenkbestandteile,
Stoffwechselstörungen oder Unfälle schnell zu einer Entzündung
des bereits geschädigten Gelenks (= Osteoarthritis), die
häufig mit starken Schmerzen und Lahmheit einhergeht.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen des jungen Tieres helfen entsprechende Veränderungen zu erkennen
und
vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, damit auch im Alter die Beweglichkeit
des Vierbeiners erhalten bleibt.
Quelle:
bpt, Frankfurt/M, 19. November 2004